About

Vorwort

Wir schreiben das Jahr 2018. Die Kritik am Gesundheitssystem ist in aller Munde. Seitens dem überlasteten Pflegepersonal, den Ärzten allerdings auch an der beim Patienten ankommenden Dienstleistung.

Ein Klinikaufenthalt im Frühjahr lehrte mich das Grauen, wie weit das mühsam und einst vorbildlich aufgebaute Gesundheitssystem demontiert wird. Auf der Suche nach der Ursache muss man sich durch das Dickicht der vielen Tropfen begeben, die das Faß zum überlaufen bringen.

Die Folgen sind im Endeffekt katastrophal – für den Einzelnen und auch für die Gesellschaft. Am Beispiel Psychiatrie werde ich einen anonymisierten Erfahrungsbericht veröffentlichen und die Erlebnisse mit Langzeitfolgen und auch mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen gegenüberstellen.

Es geht mir hier nicht darum, unreflektiert eine bestimmte Klinik zu diskreditieren. Vielmehr soll die Chance eröffnet werden – gerade durch die Möglichkeiten unserer technisierten Welt – der Öffentlichkeit aufzuzeigen, was normalerweise aus vielen verschiedenen Gründen hinter verschlossenen Türen bleibt.

Es brauchte 40 Jahre, um nach den Gräueltaten des 2. Weltkriegs die Psychiatrie wieder halbwegs gesellschaftsfähig zu machen. Selbsthilfezentren arbeiten parallel energisch daran, Betroffenen durch die Identifikation mit Krankheitsbildern bei Mitbürgern aus der Isolation zu helfen.
Derzeit habe ich den Eindruck, das dies innerhalb weniger Jahre wieder zertreten wird. Auf Grund von Logistik und anderen ökonomischen Interessen.

In diesem Sinne folgt auf diesen Seiten eine Analyse des Klinikaufenthalts.

1 Kommentar

Kommentare sind geschlossen.